Grobzuganlage im LEONI Werk Weißenburg

Seit September 2013 erfolgten umfangreiche Umbaumaßnahmen im LEONI Werk in Weißenburg, jetzt ist die neue Grobzuganlage in Betrieb gegangen und es laufen umfassende Qualitätstests. Ab April wird die Anlage im Volllastbetrieb verschiedene Vormaterialien für die Produktion in den Standorten Weißenburg und Bad Kötzting der LEONI Draht GmbH liefern.

Besondere Herausforderung

Beim Grobzug handelt es sich um einen Schlüsselprozess, welcher sehr weit am Anfang der Wertschöpfungskette der Drähte und Litzen aus Kupfer und kupferbasierten Legierungen steht. Jeder Fehler, der hier passiert, würde sich durch den gesamten Fertigungsprozess hindurch bemerkbar machen.

Lösungen

Durch eine sorgfältige und innovative Planung konnte der Produktionsprozess von der Anlieferung des Ausgangsmaterials bis zum Weitertransport des Endproduktes optimal gestaltet werden. Ein hoher Grad an Mitarbeiterschulung und besondere Anpassungen von Material, Maschine und Umfeld schaffen die Voraussetzung für ein optimales Produkt. Mit der Integration des zusätzlichen Fertigungsschrittes liegt nun die Sicherstellung und Prüfung der hohen Qualitätsansprüche vom Vorzug bis zum Endprodukt vollständig in eigener Hand. Davon profitiert vor allem der besonders anspruchsvolle Bereich der Silbergalvanik, welcher extrem hohe Anforderungen an die Qualität des Vorproduktes stellt.

Eckdaten

Verarbeitet wird Kupferdraht im Durchmesser von Ø 8 mm, sowohl aus sauerstoffhaltigem Kupfer (CU-ETP1)  als auch aus  sauerstofffreiem Kupfer (CU-OF1). Die LEONI Draht legt großen Wert auf einen möglichst hohen Anteil deutscher Lieferanten für das Ausgangsmaterial. Ein „Coil“ (Bezeichnung für das Gebinde) wiegt ca. 5 – 8 Tonnen. Um eine sichere Handhabung dieser schweren Gebinde zu gewährleisten musste der Anlieferbereich speziell umgestaltet werden.

Grundsätzlich ist auf der Grobzuganlage die Fertigung von Endprodukten von Ø 1,4 mm bis Ø 3,2 mm möglich. Ca. 85 % der Fertigung wird jedoch das Standard-Vormaterial für Einzel- und Mehrdrahtzug im Durchmesser von  Ø 1,8 mm sein. 

Davon wiederum wird ein Großteil in Fässer mit einem Füllgewicht von ca. 1,5 bis 2 Tonnen verlegt. Ein besonderes Augenmerk liegt hier auf der Optimierung der Verlegetechnik. Dadurch wird die spätere Weiterverarbeitung deutlich erleichtert, sodass Drahtabrisse vermieden werden können. Ein kleinerer Teil des Materials wird auf Spulen mit einem Flanschdurchmesser von 1.250 mm und 800 mm aufgewickelt, welche ein Endgewicht von ca. 1,0 bis 4,5 Tonnen erreichen. Dieses Vormaterial ist für die direkte Weiterverarbeitung in derselben Halle bestimmt: zum Einen in der hochmodernen Silbergalvanik, die in 2012 in Betrieb genommenen wurde. Zum Anderen in der Verzinnungsanlage, welche sich derzeit im Aufbau befindet und im Sommer 2014 in Betrieb gehen wird. Die Gesamtkapazität der Grobzuganlage liegt unter Volllast bei ca. 1.300 Tonnen pro Monat.

Kupferfässer

Verwandte Themen auf unserer Website

Kundenspezifische Lösungen

Sie benötigen spezielle Designs und Produkte für Ihre Applikation?

Unsere Entwicklungsabteilung ist Ihr Partner für kundenspezifische Lösungen.

Fragen Sie uns!

Sprachen